Dämmerungssehen

Am Dämmerungssehen sind Zapfen wie Stäbchen – beides Lichtrezeptoren der Netzhaut – beteiligt. Die Zapfen ermöglichen das Farbsehen und sind vor allem bei Tageslicht für das scharfe Sehen verantwortlich. Die Stäbchen kommen bei geringer Beleuchtung und in der Dunkelheit zum Zuge, insofern ist eine Nachtblindheit eine regelmäßige Folge von Störungen der Stäbchen. 
 
3F4T6401-web.jpgIn der Dämmerung bzw. in der Nacht ist auch ein rechtsichtiges Auge nicht mehr in der Lage, ein scharfes Sehen wie am Tag zu ermöglichen. Verschiedene Gründe sind dafür verantwortlich, dass es zu einer Dämmerungskurzsichtigkeit kommt, die mit bis zu zwei Dioptrien alles andere als unerheblich sein kann.
 
Die Dämmerungskurzsichtigkeit ist nicht zu verwechseln mit der Nachtblindheit, dennoch sollte das Dämmerungssehen regelmäßig überprüft werden. Hierzu sind relativ große Geräte notwendig, denn es müssen sowohl hinsichtlich der Umfeldhelligkeit als auch der Objekthelligkeit reproduzierbare Bedingungen geschaffen werden. 
 
Leichter zu messen ist eine Nachtkurzsichtigkeit. Hierzu wird eine Sehprobentafel benötigt, die vom Probanden betrachtet wird, während die Helligkeit des Prüfraumes solange herabgesetzt wird, bis die Sehschärfe deutlich auf einen bestimmten Wert (Visus 0,3) sinkt. Anschließend wird versucht, mit entsprechenden Gläsern die Sehschärfe wieder zu erhöhen.