Blendungsempfindlichkeit

Die Blendungsempfindlichkeit ist ein nicht näher definiertes Maß für die Reaktion beim Erreichen einer sogenannten Blendungsleuchtdichte. Eine (zu) hohe Blendungsempfindlichkeit kann mehrere Ursachen haben. So kommt es beispielsweise bei trockenen Augen oder chronischen Entzündungen der Augenoberfläche (wie etwa bei einer Bindehautentzündung) durch die raue Oberfläche der Hornhaut zu einer vermehrten Lichtstreuung und meist auch zu einer vermehrten Tränenbildung, was zu einer Blendung führen kann. Durch eine zu starke Lichtstreuung wird das Kontrastsehen reduziert, in der Folge verschlechtert sich auch die Sehschärfe.
 
Im Alter kommt es durch einen möglichen (beginnenden) Grauen Star (Katarakt) ebenfalls zu einer vermehrten Lichtstreuung, oder es gelangt wie bei einer Hornhauttrübung zu wenig Licht ins Auge – die Folge ist erneut eine Verschlechterung der Sehqualität. 
 

Prüfung bei reduzierter Beleuchtung

Es gibt noch weitere Gründe für eine verstärkte Blendungsempfindlichkeit, wichtiger als die Ursachen sind aber die Möglichkeiten, diese Einschränkung zu erkennen und gegebenenfalls durch einen Arzt behandeln zu lassen. Es gibt verschiedene Messinstrumente, bei denen der möglicherweise Betroffene in einem mäßig beleuchteten Raum einer Kontrastsehprüfung unterzogen wird. Hierzu ist es nötig, dass sich der Kunde zunächst 15 bis 20 Minuten an die reduzierte Beleuchtung gewöhnt – er muss eine Adaptionszeit „absitzen“. Die komplette Prüfung der Kontraststufen wird sowohl mit als auch ohne künstlich induzierte Blendung durchgeführt.