Optometrisches Screening

Das sogenannte Screening ist ein Verfahren zur frühzeitigen Erkennung von unbemerkten Erkrankungen oder Defekten. Hierzu werden verschiedene Tests, Prüfungen und Messverfahren angewendet, die möglichst schnell und unkompliziert durchgeführt werden können. Der Begriff „Screening“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Durchsiebung“ (screen = Sieb). 

Screeningteste unterscheiden bei augenscheinlich gesunden Personen zwischen solchen, die vermutlich an einer Erkrankung leiden, und solchen, dies es wahrscheinlich nicht tun. Das Ziel eines Augenscreenings ist es, sehleistungsmindernde und funktionsbeeinträchtigende Auffälligkeiten an den Augen zu erkennen und darüber hinaus Risikofaktoren für bestimmte Augenerkrankungen aufzudecken.

Es gibt zwei unterschiedliche Formen des Screenings: Die Reihenuntersuchung* und die Durchuntersuchung*. Beide Screenings beruhen dabei auf einem Vergleich von Messwerten oder Beobachtungen mit Regel- bzw. Grenzwerten. Werden diese Grenzwerte überschritten, kann es sinnvoll sein, für eine weitergehende Prüfung einen Augenarzt heranzuziehen. Denn Diagnosen und eine eventuelle Therapie einer tatsächlich vorhandenen Augenkrankheit obliegen dem Augenarzt. Ein Screening ermöglicht es jedoch, Kunden bzw. Patienten gezielter und schneller für eine Diagnosestellung zu einem Arzt für Augenheilkunde zu schicken. 

Optometrische Screeningteste lassen sich grob wie folgt aufteilen: 

  1. Screening für Sehleistungsminderungen
  2. Screening für Farbsinnstörungen
  3. Screening für Glaukom (Grüner Star) 
  4. Screening für Katarakt (Grauer Star)
  5. Screening für Auffälligkeiten der Makula (zentraler Augenhintergrund)