Frequently Asked Questions

Am ehesten erkennen Sie einen „guten“ Optometristen daran, dass er sich Zeit nimmt und Ihre Augen eingehend prüft. Ein optometrisches Screening ist keine Sache von wenigen Minuten. Ein Optometrist erklärt Ihnen zudem ausführlich die Vor- und Nachteile verschiedener Brillen oder Kontaktlinsen und geht dezidiert auf Qualitäts- und Preisunterschiede ein.

 

Binokularsehen bedeutet – vereinfacht gesagt – das Sehen mit beiden Augen. Es umfasst sowohl motorische als auch sensorische Aspekte. Erstere sind eine Leistung der äußeren Augenmuskeln, letztere eine Leistung der Netzhaut und des Gehirns. Die höchste Form des Binokularsehens ist das Stereosehen. Das Sehen mit nur einem Auge oder auch die voneinander unabhängige Benutzung beider Augen bezeichnet man hingegen als Monokularsehen.

 

Asthenopische Beschwerden sind Anstrengungsbeschwerden, die entstehen, wenn Fehlsichtigkeiten oder Stellungsfehler der Augen nicht optimal korrigiert sind. Sie können sich unter anderem in Augenbrennen, schnellem Ermüden, erhöhter Lichtempfindlichkeit oder Kopfschmerzen äußern.

 

Amblyopie bedeutet auf Griechisch „stumpfes Auge“. Sie beschreibt eine Schwachsichtigkeit auf einem oder in seltenen Fällen auf beiden Augen, die auf einer unzureichenden Entwicklung des visuellen Systems während der Kindheit basiert. Die Folge ist eine Verminderung der Sehschärfe, die auch bei optimaler optischer Korrektur mit Brille oder Kontaktlinsen fortbesteht.

 

Wenn ein Kind unkonzentriert ist beim Lesen, Malen oder Schreiben, kann das ein Zeichen dafür sein, dass es nicht optimal sieht. Auch wenn das Kind sich häufig die Augen reibt, über Kopfschmerzen klagt oder häufig stolpert, sich häufig stößt oder am Ball vorbeigreift, können dies Anzeichen dafür sein, dass Probleme mit den Augen vorliegen. In diesem Fall sollte die Sehfähigkeit des Kindes unbedingt von einem Fachmann geprüft werden.

 

Als Anisometropie bezeichnet man die „Ungleichsichtigkeit beider Augen“. Wenn zum Beispiel ein Auge kurzsichtig und das andere weitsichtig ist, spricht man von einer Anisometropie. Die meisten fehlsichtigen Augenpaare weisen unterschiedliche Fehlsichtigkeiten auf, doch ist eine kleinere Differenz völlig normal und kann durch das Gehirn kompensiert werden. Bei einer Anisometropie hingegen gelingt dies in der Regel nicht mehr. In der Folge entstehen schlimmstenfalls Doppelbilder, ein normales Sehen ist nicht mehr möglich. 

 

Die Sehschärfe beschreibt die Fähigkeit, feine Details eines angeblickten Objektes wahrnehmen zu können. Sie wird auch als Visus bezeichnet. Je höher der Visus, desto größer die Fähigkeit zum Erkennen feiner Details. Augenoptiker und Optometristen unterscheiden zwischen dem freien Visus, also der Sehschärfe ohne Korrektion, und dem korrigierten Visus, also der mit Brille oder Kontaktlinsen erreichten Sehschärfe.

 

Die Makula beschreibt das Gebiet der Netzhaut, das dem zentralen Gesichtsfeld entspricht. In diesem Netzhautareal liegen die höchste Dichte an Rezeptoren und damit die höchste Sehschärfe vor. Die hohe Dichte an Sinneszellen führt dazu, dass die Makula sich farblich vom Rest der Netzhaut abhebt, weshalb sie auch als "Gelber Fleck" bezeichnet wird.

 

Die Papille, auch als Sehnervenkopf bezeichnet, ist das Eintrittsgebiet des Sehnerven in das Auge. Von dieser Stelle verteilen sich die feinen Nervenfasern über den Augenhintergrund und durchziehen die gesamte Netzhaut. Da sich am Ort der Papille selbst keine Rezeptoren befinden, wird sie auch als "Blinder Fleck" bezeichnet.

 

Die Presbyopie oder Alterssichtigkeit ist ein Zustand, bei dem die Flexibilität der Augenlinse und damit die Möglichkeit zur Akkommodation unter ein Maß gesunken sind, das zum Lesen oder für sonstige visuelle Naharbeiten erforderlich wäre. Bei den meisten Menschen tritt dieser Zustand mit Mitte vierzig ein. Gängige Hilfsmittel zur Versorgung einer Presbyopie sind Lesebrillen, Gleitsichtbrillen oder multifokale Kontaktlinsen. Auch gibt es chirurgische Möglichkeiten, von denen zum gegebenen Zeitpunkt jedoch keine die Akkommodationsfähigkeit des Auges wieder herstellt. 

 

Wenn Kinder unkonzentriert sind beim Lesen, Malen oder Schreiben kann das ein Zeichen dafür sein, dass ein Kind nicht optimal sieht. Auch wenn es sich häufig die Augen reibt, über Kopfschmerzen klagt oder vermehrt stolpert, scheinbar Gleichgewichtsstörungen hat, sich häufig stößt oder am Ball vorbeigreift, können dies Hinweise auf eine Fehlsichtigkeit oder andere Sehprobleme sein.Optometristen können die Anzeichen für eventuelle Sehfehler erkennen, die Augen und ihr Zusammenspiel prüfen oder das Farbsehen testen. Im Bedarfsfall verweisen sie an einen Arzt für Augenheilkunde. Auch wissen Optometristen um die speziellen Erfordernisse von Kinderbrillen und können eine Fassung optimal an die kindliche Gesichtsanatomie anpassen. 

 

Das Stereosehen ist die höchste Form des beidäugigen Sehens. Bedingt durch den Abstand der beiden Augen voneinander entstehen auf den jeweiligen Netzhäuten leicht unterschiedliche Abbilder eines fixierten Objektes. Je näher das Objekt an die Augen rückt, desto größer wird der Unterschied zwischen den Netzhautbildern. Das Gehirn ermittelt aus dem Abgleich der beiden Netzhautbilder einen Eindruck der räumlichen Tiefe – vereinfacht gesagt, ist Stereosehen somit gleichbedeutend mit 3D-Sehen. 

 

Grundsätzlich sollte natürlich immer sofort ein Augenarzt aufgesucht werden, wenn die Augen schmerzen oder andere Auffälligkeiten am Auge auftreten. Viele Augenkrankheiten entwickeln sich jedoch schleichend und völlig unmerklich. Daher sollte man seine Augen regelmäßig „durchchecken“ lassen. Für eine optimale Sicht empfiehlt sich, einmal im Jahr einen Sehtest beim Augenoptiker oder Optometristen machen zu lassen. Denn so wie der gesamte Körper sich im Laufe des Lebens verändert, verändern sich auch die Augen. Dies kann sich zum Beispiel anhand der Sehstärke äußern. Auch können bei einem regelmäßigen Check Auffälligkeiten entdeckt werden, die eine Weiterbehandlung durch einen Augenarzt erforderlich machen.

 

Die Tonometrie dient der Bestimmung des Augeninnendrucks. Sie kann über einen sogenannten Applanationstonometer erfolgen, der auf die Hornhaut aufgesetzt wird, oder über ein berührungsloses Verfahren, die sogenannte Non-Contact-Tonometrie. Hierbei wird ein definierter kurzer Luftstoß auf die nicht betäubte Hornhaut gelenkt. Gleichzeitig wird die Reaktion der Hornhaut auf diese Luftstoß optisch gemessen und derart der Augeninnendruck bestimmt. Der Vorteil der Non-Contact-Tonometrie liegt darin, dass hierbei praktisch keine Infektionen übertragen werden können. 

 

Das Auge ist mit einer gallertartigen Masse, dem Glaskörper, und einer Flüssigkeit, dem Kammerwasser, gefüllt. Das Kammerwasser versorgt die Augenlinse und die Hornhaut mit Nährstoffen, es wird vom Auge ständig neu gebildet und muss daher in gleichem Maße wieder abfließen. Ist dieser Abfluss gehemmt, kommt es zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks. Dies ist besonders für den Sehnerv gefährlich: Die feinen Nervenfasern, die von den lichtempfindlichen Rezeptoren der Netzhaut zum Gehirn gehen, werden gequetscht und sterben ab. Als Folge kommt es zu Gesichtsfeldausfällen. (siehe auch ->Glaukom –>Gesichtsfeld ->Perimetrie)

 

Bei einer Perimetrie-Messung wird das Gesichtsfeld geprüft. Im sogenannten Perimeter werden dazu an verschiedenen Stellen Lichtpunkte präsentiert. Immer wenn der Beobachter den Lichtpunkt sieht, zeigt er dies durch einen Knopfdruck an. Mittels der Perimetrie können Ausfälle des Gesichtsfeldes ermittelt und die Lichtunterschiedsempfindlichkeit eines Menschen gemessen werden.

 

Im Allgemeinen wird mit dem Gesichtsfeld der Bereich bezeichnet, der mit unbewegten Augen gesehen bzw. wahrgenommen werden kann. Jedes Auge hat sein eigenes Gesichtsfeld (monukulares Gesichtsfeld), beim Sehen überlagern sich diese beiden Gesichtsfelder und ergeben das gemeinsame Gesichtsfeld beider Augen (binokulares Gesichtsfeld). 
Ein normales Gesichtsfeld hat Ausdehnungen von 100 Grad zur Schläfe hin, 60 Grad nach oben und bis zu 70 Grad nach unten. Als zentrales Gesichtsfeld wird der Bereich des Gesichtsfeldes bis zu einer Ausdehnung von rund 20 Prozent bezeichnet. 

 

Der Fundus, auch als Augenhintergrund bezeichnet, ist die hintere Innenwand des Augapfels. Er ist von vorne durch die Pupille und den transparenten Glaskörper des Auges für den Untersucher sichtbar und erlaubt somit unter anderem die Betrachtung der Netzhaut, des Sehnervenkopfes (Blinder Fleck), der Makula (Gelber Fleck) und der Netzhautgefäße.
Eine Fundusbetrachtung oder Funduskopie kann bei einer medikamentös induzierten Mydriasis erfolgen, also bei erweiterter Pupille, sie ist aber durchaus auch ohne Weitstellung der Pupille möglich, z.B. mittels non-mydriatischer Funduskameras. 

 

Die lichtempfindlichen Sinneszellen der Netzhaut werden in Zapfen und Stäbchen unterteilt. Zapfen sind auf höhere Helligkeiten ausgelegt als Stäbchen und überdies für das Farbsehen verantwortlich. Gemäß ihrer spektralen Empfindlichkeit für kurz- (short), mittel- (middle) und langwelliges (long wavelength) Licht werden sie weiterhin in S-, M- und L-Zapfen unterteilt. Etwas ungenau werden die drei Zapfentypen häufig auch als blauempfindlich, grünempfindlich und rotempfindlich bezeichnet. Die drei verschiedenen Zapfenarten ermöglichen die additive Farbmischung und somit die Buntempfindlichkeit der menschlichen Netzhaut.
Die Stäbchen auf der anderen Seite können keine Wellenlängen unterscheiden und sind somit „farbenblind“. Sie sind stattdessen für das Sehen bei geringen Umgebungshelligkeiten optimiert und spielen eine entscheidende Rolle beim Dämmerungs- und Nachtsehen. 

 

Farbsinnstörung ist der Oberbegriff für alle Arten für Abweichungen vom normalen Farbsehen, seien sie angeboren oder erworben. Die Vielfalt der Farbsinnstörungen ist groß: Manche Betroffene können gar keine Farben wahrnehmen, andere wiederum zwei bestimmte Farben nicht unterscheiden. Die am häufigsten auftretende Farbsinnstörung ist die Rot-Grün-Schwäche. Betroffene die Farben Rot und Grün nicht oder nur schwer unterscheiden. Zur Ermittlung von Farbsinnstörungen stehen verschiedene Tests zur Verfügung. Die größte Verbreitung haben die die sogenannten Ishihara-Sehtafeln, da sie ein einfaches und schnelles Screening erlauben.

 

Die meisten Farbsinnstörungen sind vererbt und somit angeboren, am häufigsten tritt hierbei die Rot-Grün-Schwäche auf. Sie können weder von einem Augenarzt geheilt noch von einem Optometristen korrigiert oder mit optischen Hilfsmitteln ausgeglichen werden. Jedoch kann es in Folge anderen Erkrankungen ebenfalls zu einer Farbsinnstörung kommen, beispielsweise durch eine fortgeschrittene Linsentrübung. In dem Fall kann die Ursache behandelt und das normale Farbsehen wiederhergestellt werden.

 

Ametropie bedeutet Fehlsichtigkeit. Es gibt verschiedene Formen der Ametropie: Myopie (Kurzsichtigkeit), Hyperopie (Weitsichtigkeit) und Astigmatismus (Stabsichtigkeit). Sie allen beruhen auf einem Missverhältnis zwischen dem Brechwert des Auges und seiner Baulänge. Beim Astigmatismus kommt hinzu, dass die Hornhaut des Auges oder die Augenlisne unregelmäßig gewöbt sind. Dadurch wird das einfallende Licht verschiedenartig stark gebrochen, was unterschiedliche Brennweiten und einen verzerrten Seheindruck zur Folge hat. 

Das Gegenteil der Ametropie ist die Emmetropie, zu Deutsch: Rechtsichtigkeit. Hierbei sind der Brechwert und die Baulänge perfekt aufeinander abgestimmt, so dass (bis zu einem gewissen Alter) keine Brille oder Kontaktlinsen benötigt werden.

 

Die Maßeinheit Dioptrie gibt an, welchen optischen Brechwert ein Brillenglas haben muss, um eine Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Ist der Dioptrie-Wert negativ, handelt es sich um eine Kurzsichtigkeit. Ist er positiv, liegt eine Weitsichtigkeit vor. Generell gilt: Je höher die Dioptrien-Zahl, desto stärker die Brechkraft des Brillenglases und damit die Fehlsichtigkeit.

 

Die Diabetische Retinopathie ist eine zuckerbedingte Netzhauterkrankung des Auges und bedarf der ärztlichen Behandlung. Sie tritt bei fortgeschrittenem Diabetes auf und kann zur Erblindung führen. Tatsächlich stellt die Diabetische Retinopathie in Europa und Nordamerika die häufigste Erblindungsursache bei Menschen zwischen 20 und 65 Jahren dar. Das Tückische an einer Retinopathie: Sie verursacht zunächst keine Beschwerden. Wer Diabetes hat, sollte deshalb einmal jährlich seine Augen untersuchen lassen. Denn je früher der Netzhautschaden erkannt wird, desto besser lässt er sich in der Regel behandeln.

 

Unter dem Begriff Tomographie werden alle bildgebenden Verfahren zusammengefasst, die die innere Struktur eines Organs oder Gewebes in Form von Schnittbildern bzw. Schichtbildern darstellen. In der Augenheilkunde wird beispielsweise die Optische Kohärenztomographie eingesetzt, um die Netzhaut auf krankhafte Veränderungen zu untersuchen.

 

Wenn eine Brille nicht optimal angepasst wird oder die Werte nicht mehr aktuell sind, müssen die Augen sich laufend anstrengen, um den Fehler zu kompensieren. Dies kann zu Kopfschmerzen führen. Auch Bildschirmarbeit bedeutet Schwerstarbeit für die Augen und kann zu Spannungskopfschmerzen führen, wenn es die Brille nicht für den Abstand zum Monitor optimiert wurde.

 

Die Abkürzung AMD steht für altersbedingte Makuladegeneration. Hierbei handelt es sich um eine Augenerkrankung, die zum Verlust der Sehkraft im Bereich des schärfsten Sehens, der Makula, führt.  Unterschieden werden die „trockene“ und die „feuchte“ AMD. Während die letztere der beiden Varianten wesentlich aggressiver verläuft, ist beiden gemein, dass Alltagsbeschäftigungen wie Lesen, Fernsehen oder das Erkennen von Gesichtern mit fortschreitender Erkrankung immer schwieriger werden. Das Risiko, an AMD zu erkranken, nimmt mit dem Alter zu.

 

Das Glaukom zählt zu den häufigsten Erblindungsursachen in den Industrieländern. In Deutschland sind rund 20.000 Menschen am Glaukom erblindet. Das Glaukom gilt als eine Erkrankung des Alters, aber dennoch können auch junge Menschen daran erkranken. In sehr vielen Fällen nimmt das Glaukom einen schleichenden Verlauf, da es weder Schmerzen verursacht noch sich anfänglich durch Einbußen des Sehens äußert. Das Glaukom führt zu Schädigungen des Sehnervs und von Nervenzellen in der Netzhaut. Diese Schädigungen sind, wenn sie einmal aufgetreten sind, nicht umkehrbar. Eine Therapie soll das Fortschreiten der Erkrankung verhindern oder verlangsamen. Deshalb ist ein frühzeitiges Erkennen des Glaukoms von allergrößter Wichtigkeit.

 

Katarakt ist die medizinische Bezeichnung für eine Trübung der Augenlinse, im Volksmund auch Grauer Star genannt. Eine Katarakt kann angeboren sein oder im Laufe des Lebens durch äußere Einflüsse (Unfall o.ä.) erworben werden, ist in der Regel aber eine Folge normaler Alterungsprozesse. Symptomatisch äußert sich eine Linsentrübung durch eine abnehmende Sehschärfe und ein gesteigertes Blendungsempfinden.