Katarakt / Grauer Star

CF8H8962-web_flach.jpg
 
Die Katarakt beziehungsweise der Graue Star bezeichnet eine Trübung der Augenlinse. Sie kann sowohl den Kern der Augenlinse als auch ihre Rinde betreffen. Eine Katarakt kann angeboren sein, tritt aber zumeist infolge von Alterungsvorgängen oder äußeren Einflüssen auf. Mit zunehmender Trübung der Augenlinse ergibt sich ein zunehmendes Blendungsgefühl und eine abnehmende  .
 
Der Graue Star ist weltweit für jede dritte Erblindung verantwortlich und damit nach wie vor die häufigste Erblindungsursache. In Deutschland aber spielt diese Statistik keine Rolle, denn die Katarakt-Operation ist inzwischen zur Standard-Operation geworden, bei der die eingetrübte Augenlinse durch eine Kunstlinse ersetzt wird. So kann das Sehvermögen, das anfangs durch eine Katarakt nur relativ unwesentlich gestört wird, gerettet beziehungsweise wieder hergestellt werden.
 

Betroffenen sehen wie durch einen Schleier

Über die Ursachen des Grauen Star herrscht unter Augenoptikern, Optometristen und Augenärzten bislang keine vollständige Klarheit. Die Wirkung jedoch ist bekannt: Durch die Eintrübung der Augenlinse ist ein scharfes Sehen nicht mehr möglich, die Betroffenen sehen wie durch einen Schleier. Häufig können Menschen, die an einem Grauen Star leiden, ihre Umwelt nur noch mit geringen Kontrasten und schwächeren Farben wahrnehmen. Zudem sind sie sehr blendungsempfindlich und sehen mitunter auch Doppelbilder.
 
In der Praxis stellt sich oft die Frage, ob die Trübung der Augenmedien bereits so weit fortgeschritten ist, dass mittels Brille oder Kontaktlinsen keine Verbesserung der Sehschärfe mehr erreicht werden kann. Zu empfehlen ist hier nicht nur die Beurteilung der Sehschärfe, sondern auch die aller oben beschriebenen Folgen der Katarakt.
 
Eine gräuliche Eintrübung der Pupille ist ein deutlicher Hinweis auf einen Grauen Star, wenngleich eine Auffälligkeit bestenfalls sehr viel früher entdeckt wird. Da sich der Graue Star bei jedem Menschen mit einer unterschiedlichen Geschwindigkeit entwickelt und eine möglichst frühe Erkennung die Lebensqualität und das optimale Sehen erhält, sind regelmäßige Prüfungen ab einem gewissen Alter durchaus empfehlenswert.